Wie können christliche Leitbilder – wie Nächstenliebe, Achtung der Menschenwürde und gerechtes Teilen – unser wirtschaftliches Handeln verändern
Joachim Langer aus Heidelberg informiert darüber, wie die Idee der Gemeinwohl Ökonomie auch in Kirchengemeinden und der Stadt Bad Hersfeld funktionieren kann.
In einem neuen Projekt der Werkstatt Ökonomie machen sich Kirchengemeinden mit dem Ansatz der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) auf den Weg der Transformation. Denn für eine global nachhaltige Entwicklung muss insbesondere unsere Wirtschaftsweise sozial und ökologisch umgestaltet werden. Dafür bietet die GWÖ den Entwurf einer ethischen Wirtschaftsordnung an.
Was ist die Gemeinwohl-Ökonomie?
Die Idee der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) beschreibt eine alternative Wirtschaftsordnung. Sie versteht sich als liberale und ethische Marktwirtschaft, die nicht auf Gewinnstreben und Konkurrenz beruht, sondern auf Gemeinwohl-Streben und Kooperation. Erfolg wird nicht primär an finanziellen Kennzahlen gemessen, sondern mit der Gemeinwohl-Prüfung für Investitionen, mit der Gemeinwohl-Bilanz für Unternehmen und mit dem Gemeinwohl-Produkt für eine Volkswirtschaft. Ziel ist es, die Gesetze der Marktwirtschaft mit den Grundwerten demokratischer Gesellschaften in Übereinstimmung zu bringen. Diese Vision setzt die GWÖ-Bewegung auf wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und politischer Ebene um.
Wir laden alle ein, die an einem sozial-ökologischen Umbau unserer Wirtschaft und Gesellschaft interessiert sind. Wir freuen uns über ihre Meinung und ihr Engagement.
Der Vortrag findet statt am 5. April, um 19.00 Uhr, im großen Saal des Martin-Luther-Hauses.
Die Veranstaltung findet unter der 3G-Regel statt, eine FFP2-Maske auch am Platz ist verpflichtend. Es gelten die bekannten Abstands- und Hygieneregeln.